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TourismusMarketing Niedersachsen GmbH (TMN)

Die Destination stellt sich vor

Niedersachsen


Über Niedersachsen

Geschützte Lebensräume bieten Natur pur, immer mehr Regionalmarken und Tourismusanbieter haben den ökologischen Fußabdruck im Blick: So geht nachhaltiges Reisen in Niedersachsen. Zwei Nationalparke zwei Biosphärenreservate und mehr als ein Dutzend Naturparke locken mit einzigartigen Landschaften, ihrer Artenvielfalt und nachhaltigen Angeboten Besucher ins zweitgrößte Bundesland.  

 

Nationalparke 

Das Wattenmeer, weltweit einzigartiger Lebensraum zwischen Land und Meer, ist nicht nur Nationalpark, sondern seit 2009 auch UNESCO Weltnaturerbe. Insgesamt 17 Nationalparkhäuser und -zentren sowie das deutschlandweit einzigartige Nationalpark-Feuerschiff, die ‚Borkumriff‘, informieren über diese Landschaft, in der sich Seehunde, Austernfischer, Krabben, Muscheln und tausende weitere Tierarten tummeln. Wattführungen bieten lebendige Einblicke in diesen Lebensraum. Gleiches gilt für die rund 250 Veranstaltungen im Rahmen der Zugvogeltage im Oktober, wenn abertausende Vögel auf ihrem Weg in den Süden hier rasten.  

 

Der Nationalpark Harz bietet Lebensraum für typische Waldbewohner wie Luchs und Wildkatze, Schwarzspecht und Uhu, Schwarz- und Rotwild. Nicht nur im Besucherzentrum TorfHaus und im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg können sich Besucher einen Überblick verschaffen. Auch das Haus der Natur in Bad Harzburg informiert über den größten Waldnationalpark Deutschlands und im Baumwipfelpfad gleich daneben gibt es Einblicke in den Lebensraum Wald aus der Vogelnestperspektive. Aufmerksamen Beobachtern fallen die Veränderungen des Waldes auf: Die Initiative „Der Wald ruft“ informiert die Gäste über die Auswirkungen des Klimawandels auf den Wald und vermittelt Hintergründe und Maßnahmen.  

 

Biosphärenreservate und Naturparke

Seit 1997 ist die länderübergreifende „Flusslandschaft Elbe“ ganz offiziell Biosphärenreservat der UNESCO. Damit wurden auch die niedersächsischen Elbtalauen im Osten des Bundeslandes zur Modellregion für nachhaltige Entwicklung. Das Biosphärium Elbtalaue in Bleckede beherbergt ein Informationszentrum, in dem Besucher alles über diese ursprüngliche Auenlandschaft erfahren können. Naturbeobachter, Wanderer und Radfahrer schätzen auch die 14 niedersächsischen Naturparke, beispielsweise das Steinhuder Meer. Am größten See Nordwestdeutschlands bieten sich nicht nur zu Wasser einmalige Erlebnisse. Der Natur- und Geopark Terra.Vita umfasst nicht nur über 100 Naturdenkmale, sondern macht auch erdgeschichtliche und geologische Phänomene sichtbar. 

 

Aktiv in der Natur 

Wanderer erleben in der Natur des zweitgrößten Flächenlandes nicht nur eine große Vielfalt an Lebensräumen, sondern auch ausgezeichnete Wanderrouten – egal ob mehrtägige Wanderung oder schneller Spaziergang. Wer per Drahtesel die Landschaft entdecken möchte, findet mit Elberadweg und Weser-Radweg gleich zwei der beliebtesten deutschen Fernradwege in Niedersachsen. Ein Netz aus über 150 Ladestationen für E-Bikes und Pedelecs verspricht eine erfolgreiche Fahrt in der Mittelweser. Kanuten können auf 6.500 Kilometern die Natur vom Wasser aus erkunden. 

 

Nachhaltige Reiseregionen in Niedersachsen 

Die malerische Altstadt Celle, der Naturpark Steinhuder Meer und die Ostfriesische Insel Juist legen besonderen Wert auf lokale Angebote, klimafreundliche Verkehrsmittel und nachhaltige Angebote für Gäste. Dafür wurden sie mit der Zertifizierung Nachhaltiges Reiseziel von TourCert bedacht. Die Ostfriesischen Inseln und die TMN sind Mitglied der Exzellenzinitiative Nachhaltige Reiseziele. Für ihre zukunftsfähigen Klimastrategien wurden Hannover (2017), Osnabrück (2019) und jüngst Buxtehude (2020) mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet. Und die Ostfriesische Insel Norderney wurde 2020 als einziges deutsches Reiseziel zu den internationalen Top 100 Green Destinations aufgenommen. 

 

Umwelt- und Klimaschutz 

Kein anderes Bundesland bietet so viele autofreie Zonen wie Niedersachsen: von den Ostfriesischen Inseln Baltrum, Juist, Langeoog, Spiekeroog und Wangerooge bis zum autofreien 23.440 Hektar großen Naturschutzgebiet Lüneburger Heide. Sie alle setzen auf Fahrräder und Pferdekutschen als klimafreundliche Alternative. Die zweistündige Radtour „Juist unplugged“ kombiniert diese Art der klimaneutralen Fortbewegung mit allerhand Informationen zu nachhaltigen Lösungen zu Mobilität, Müllvermeidung oder Artenvielfalt. Aber auch die An- und Abreise wird Gästen emissionsarm angeboten. Ein kostenloses Netz von Shuttlebussen führt Entdecker in den Naturpark Lüneburger Heide und mit dem Moorshuttle können sich Gruppen vom Bahnhof zu den Moorwelten in Wagenfeld transportieren lassen. Wen wundert es da noch, dass sich das erste Bioenergiedorf in Niedersachsen befindet? Seit 2005 ist Jühnde der erste Ort Deutschlands, der seinen Energiebedarf vollständig aus regenerativen Quellen deckt und dieses Wissen gerne teilt – ein Bioenergiedorf zum Nachvollziehen. Radler erfahren auf der EnergieRoute im Aller-Leine-Tal auf 100 Kilometern und an 44 Energiestationen alles über die Energiewende sowie über nachhaltige Energienutzung und -gewinnung in der Region. Auf dem 42 Kilometer langen Rundradweg KlimaTour im Teufelsmoor lernen Besucher an neun Stationen verschiedene Phänomene kennen, die im Zusammenhang mit dem Klimawandel stehen. 

 

Authentisch und Regional 

In Bad Zwischenahn führt ein Grünes Quiz zum Thema Nachhaltigkeit durch die Stadt und bietet so lehr- und erlebnisreiche Abwechslung mit echten Geheimtipps. Ein besonderes Erlebnis ist auch eine Übernachtung im Green Tiny House im Wangerland – direkt am Meer. Bad Essen ermöglicht dem Gast als erstes Cittàslow-Mitglied Niedersachsens, bewusst und entschleunigt Kultur und Kulinarik zu genießen und zertifizierte Regionalmarken wie „Typisch Harz“ oder „Echt! Solling-Vogler-Region“ bieten authentische Spezialitäten. Allen gemeinsam ist: Kurze Lieferwege unterstützen nicht nur die regionale Wirtschaft, sondern helfen aktiv beim Klimaschutz. 

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Was ist Deine Definition von Nachhaltigkeit?

„Persönlich bedeutet Nachhaltigkeit für mich Geschehnisse kritisch zu hinterfragen, Dinge neu zu denken und sich oftmals auch auf Wesentliches zurückzubesinnen um einen gemeinsamen (Aus)Weg in eine gerechte, lebenswerte und zukunftsfähige Welt zu finden.“


Robert Wenzel (Nachhaltigkeitsbeauftragter TourismusMarketing Niedersachsen GmbH)


Warum ist Niedersachsen Nachhaltigkeit wichtig?

Wir, als die innovative touristische Marketing- und Managementorganisation, verstehen uns als das Kompetenz- und Beratungszentrum auf Landesebene für den Niedersachsen-Tourismus. Wir wollen voranschreiten und den Tourismus fit für das Zukunftsthema Nachhaltigkeit machen. Einen besonderen Themenschwerpunkt der zukünftigen Arbeit der TMN bilden der Klimawandel und seine Folgen für den Tourismus in Niedersachsen. Zu diesem Zweck setzt die TMN verschiedene regionale und landesweite Projekte und Maßnahmen um, die den Tourismus in Niedersachsen fit für das Zukunftsthema Klimawandel machen sollen.

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Was sind Deiner Meinung nach die größten Herausforderungen im Zusammenhang mit Nachhaltigkeit in Niedersachsen?

Die größte Herausforderung – nicht nur für den Tourismus – ist und bleibt der Klimawandel mit all seinen vielfältigen Facetten. Zunehmende Extremwetterereignisse, Meeresspiegelanstieg, Hitzeperioden und ausbleibende Niederschläge direkt vor unserer Haustür zeigen uns, dass es höchste Zeit ist zu handeln. Der Tourismus steht dabei vor einem besonderen Dilemma: durch den Ausstoß von Emissionen ist er einerseits ein Mitverursacher des Klimawandels, anderseits sind viele Urlaubsarten direkt und indirekt durch die Folgen des Klimawandels betroffen. Letzteres trifft insbesondere auf Niedersachsen zu, wo nahezu alle Angebote mit Natur, Landschaft und speziellen Witterungsbedingungen verbunden sind. In Niedersachsen bildet der Umgang mit dem Klimawandel daher die „thematische Klammer“, mit der die Bedeutung von Nachhaltigkeit im Tourismus erlebbar und erfahrbar gemacht wird. Jedoch nicht mit Drohszenarien und Schreckensmeldungen, sondern mit Positivbildern und Visionen. 

Der Tourismus kann ein wichtiger Botschafter für mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz in der Gesellschaft sein. Wir müssen jedoch eine gemeinsame Sprache finden und das Konzept der Nachhaltigkeit anhand von guten Beispielen verständlich und lebendig erzählen. Es muss sich für Leistungsträgerinnen lohnen in Nachhaltigkeit zu investieren und für Gäste muss es sich gut anfühlen das „Richtige“ zu tun. Nachhaltigkeit im Tourismus sollte daher auch ein klares Qualitätsversprechen verstanden werden: Mehr Lebensqualität, Ruhe, Entschleunigung, gesunde und regionale Ernährung sowie authentische Begegnungen und klimaverträgliche Erlebnisse. 


Wie kann man diese angehen?

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Warum beteiligt sich Niedersachsen an der Exzellenzinitiative?

Die vielfältigen Herausforderungen zeigen uns, dass es wichtiger den je erscheint den Tourismus in nachhaltige Entwicklungs-pfade zu lenken. Diese Transformation kann nur gemeinschaft-lich gelingen. Hierfür müssen wir uns austauschen, voneinander lernen und uns gegenseitig unterstützen. Die Exzellenzinitiative bietet einen idealen Raum, um gemeinsam Antworten auf die zentralen Herausforderungen unserer Zeit zu finden. 


Was wünscht Du Dir für Niedersachsen für die Zukunft?

Ich wünsche mir, dass das Reiseland Niedersachsen ein Vorreiter beim Thema Klimawandel bleibt und durch innovative Ideen und Konzepte zum ersten klimaneutralen Reiseland in Deutschland wird.


Hast Du Tipps für Destinationen, die nachhaltig(er) werden wollen?

Schaffen Sie ein gemeinschaftliches Verständnis von Nachhaltig-keit für Ihre Destination. Orientieren Sie sich an bestehenden Instrumenten und Leitfäden. Fragen Sie sich dabei ganz konkret: Für welche nachhaltigen Werte steht unsere Destination? Was wollen wir in unserer Destination schützen und erhalten? Welche Maßnahmen können wir mit unserer Arbeit vor Ort umsetzen, um zu einer nachhaltigen Entwicklung beizutragen? Formulieren Sie klare und messbare Ziele für die nachhaltige Entwicklung in Ihrer Region. Sprechen Sie über Ihre Erfolge und sensibilisieren Sie Ihre Gäste.

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Aktuelle Erfolge / Best Practices

Projekt „Klimawandel anpacken – Anpassungsstrategien für den Tourismus in Niedersachsen“ (Laufzeit 2021-2022)

Niedersachsen startet als erstes Bundesland ein flächendeckendes Projekt zu den Auswirkungen des Klimawandels auf den Tourismus unter dem Titel „Klimawandel anpacken – Anpassungsstrategien für den Tourismus in Niedersachsen“. Da sich schon jetzt klimabedingte Veränderungen in Deutschland bemerkbar machen, ist es Ziel dieses Projekts, die niedersächsische Reisebranche für die daraus resultierenden Herausforderungen fit zu machen. Unter der Leitung der TMN soll gemeinsam mit den Reiseregionen herausgearbeitet werden, wo der Klimawandel die Branche besonders trifft und welche Lösungen schon jetzt den Folgen entgegengesetzt werden können, um die Destinationen erfolgreich und nachhaltig an die Folgen des Klimawandels anzupassen. 

 

Handlungsleitfaden “Klimawandel verstehen – Wegweiser für den Tourismus in Niedersachsen” (2021)

Mit der Broschüre “Klimawandel verstehen – Wegweiser für den Tourismus in Niedersachsen” erleichtert die TMN den Tourismusverantwortlichen in Niedersachsen den Einstieg in die Auseinandersetzung mit dem Klimawandel und den Folgen für ihre Destination. Der Handlungsleitfaden erklärt, wo relevante Informationen zum Klima in Niedersachsen zu finden sind, wieso regionale Unterschiede beim Klima so relevant sind und welche Schritte notwendig sind, um sich strategisch auf den Klimawandel in den niedersächsischen Regionen vorzubereiten.

 

Wettbewerb „Tourismus mit Zukunft! Preis für Nachhaltigkeit im Reiseland Niedersachsen“

Drei Jahre lang hat das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr und Digitalisierung zusammen mit der TMN den Wettbewerb „Tourismus mit Zukunft! Preis für Nachhaltigkeit im Reiseland Niedersachsen“ ausgerichtet. Gesucht wurden Planungen und noch nicht umgesetzte Projekte, die eine nachhaltige Entwicklung im Tourismus unterstützen beziehungsweise damit im Einklang stehen. Ein attraktives Preisgeld für die Umsetzung der Projekte, Beratungsleistungen und eine Aufnahme in das Landesmarketing waren ein Anreiz für zahlreiche Bewerber aus allen Reiseregionen. In den Jahren von 2015 bis 2017 wurde eine große Vielfalt an Projektplanungen und Ideen eingereicht. Zu den insgesamt 79 Bewerbungen zählten unter anderem Touren- und Erlebnisangebote, Bildungs- und Sensibilisierungsangebote, Übernachtungsangebote und Angebote im Bereich nachhaltiger Mobilität. Jedes einzelne Projekt leistet einen wertvollen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung in Niedersachsen.

Kontakt

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Robert Wenzel
 

Qualitätsmanager Nachhaltigkeit

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