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Tourismus Zentrale Saarland GmbH

Die Destination stellt sich vor

© Eike Dubois

Saarland


Über das Saarland

Das Saarland grenzt im Nordosten an Rheinland-Pfalz, im Südwesten an Frankreich und mit seiner Westspitze an Luxemburg. Auf über 60 Premium-wanderwegen und einem vorbildlichen Radwegenetz lassen sich mit dem UNESCO-Biosphärenreservat Bliesgau, dem Nationalpark Hunsrück-Hochwald und dem Naturpark Saar-Hunsrück gleich drei Nationale Naturlandschaften entdecken. Ein besonderes Erlebnis bietet auch die saarländische Küche. Deutsch, französisch, international, immer unverwechselbar – im Saarland ge-nießt man, wie es sich für ein Fleckchen Erde im Herzen Europas gehört: ge-prägt von den zahlreichen Kulturen und Küchen rundherum und dabei immer typisch saarländisch.

Saarland


Was ist Deine Definition von Nachhaltigkeit?

„Nachhaltigkeit ist für mich die oberste Prämisse bei allen Handlungen, ein ganzheitlicher Ansatz um unsere Welt für alle Lebewesen zu erhalten bzw. als Lebensraum wiederherzustellen. Ziel ist es, durch ein professionelles Management wirtschaftlichen Erfolg unter Berücksichtigung der Belange des Umwelt- und Naturschutzes, aber auch aller beteiligten Akteure und Einheimischen zu erzielen.“


Sabrina Deutsch (Nachhaltigkeitsbeauftragte, Projektleitung Naturtourismus &

 Genuss Region Saarland)

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© Becker & Bredel GbR


Warum ist dem Saarland Nachhaltigkeit wichtig?

Nachhaltigkeit ist mittlerweile ein echtes Qualitätsmerkmal. Das Bedürfnis, bewusster zu leben, nimmt in der Gesellschaft zu. Darauf muss auch der Tourismus Antworten finden. Unseren Gästen ist die Natur und deren Erhalt wichtig. Daher muss der Tourismus selbst Verantwortung in der Nachhaltigkeit übernehmen und sich verpflichten, die Ressourcen zu schonen. Wir sehen es als unsere ureigene Aufgabe Urlaub und Reisen im Saarland so zu gestalten, dass ein positiver Einfluss in der gesamten Region ausgelöst wird. Ziel ist es, den Tourismus so zu entwickeln, dass sensible Naturräume nicht gefährdet werden und trotzdem wirtschaftlich attraktive und sozial ausgestaltete Arbeitsplätze entstehen. Zudem soll die saarländische Bevölkerung in Punkto Lebensqualität von der touristischen Entwicklung profitieren und eine Teilhabe für Alle möglich sein.

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© Marcus Simaitis


Was sind Deiner Meinung nach die größten Herausforderungen im Zusammenhang mit Nachhaltigkeit im Saarland?

Grundsätzlich ist die Tourismusbranche als Querschnittsbranche von sehr vielen externen Faktoren abhängig, die sie oftmals nur begrenzt direkt beeinflussen kann. Dies gilt insbesondere auch für Kernthemen der Nachhaltigkeit wie nachhaltige Mobilität und Klimaschutz. Ganz aktuell sind der Fachkräftemangel sowie die Unsicherheiten durch die Corona-Pandemie und den Ukraine-Krieg mit all den damit verbundenen Effekten große Herausforderungen für den (nachhaltigen) Tourismus und den Strukturwandel im Saarland. Da das Tourismusbewusstsein vielerorts noch eher schwach ausgeprägt ist, kämpft die Branche umso stärker um Anerkennung und Unterstützung aus der Politik. Weitere Hemmnisse sind sicherlich die personelle und finanzielle Ressourcenausstattung in den Betrieben und Tourismus-organisationen bzw. Verwaltungen sowie strukturelle Herausforderungen im ländlichen Raum. 

Tatsächlich ist der Querschnittscharakter des Tourismus oftmals auch von Vorteil, da es dadurch zahlreiche Berühr-ungspunkte mit verwandten (politischen) Handlungsfeldern wie z.B. die Förderung regionaler Wirtschaftskreisläufe, Umweltbildung, Daseinsvorsorge im ländlichen Raum, Attraktivierung der Ortsbilder oder die Inwertsetzung des natürlichen und kulturellen Erbes, gibt.  Das Saarland ist allein durch seine Größe - und ein Stück weit auch durch seine Kultur - ein Land der kurzen Wege und der Vernetzung. Starke vertikale und horizontale Netzwerkstrukturen und ein entsprechendes Stakeholder-Management sind für eine nachhaltige Entwicklung das A und O. Auch die politische Legitimation der Nachhaltigkeitsstrategie ist enorm wichtig. Tatsächlich konnte der Saarlandtourismus durch die konsequente Ausrichtung auf Nachhaltigkeit weitere starke Allianzen, z.B. mit den Aufgabenträgern des ÖPNV oder auch Umwelt- und Klimaschutzexpert:innen und -ministerien bilden und profitiert davon. So haben touristische For-derungen und Projekte Einklang in den Verkehrsentwicklungsplan und die Landes-Nachhaltigkeitsstrategie gefunden und Nachhaltigkeit wurde als Pflicht-Kriterium für die touristische Förderung aufgenommen. 


Wie kann man diese angehen?

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© Günther Bayerl / www.gbayerl.com


Warum beteiligt sich das Saarland an der Exzellenzinitiative?

Gemeinsam ist man stärker! Danke der Exzellenzinitiative können wir uns mit weiteren, enorm engagierten Destinationen vernetzen, Erfahrungen und Wissen teilen und erhoffen uns da-durch, gemeinsam DAS Sprachrohr des nachhaltigen Tourismus in Deutschland zu werden und auch innerhalb der Initiative erarbeitete Strategien und Standards bundesweit zu etablieren.


Was wünscht Du Dir für das Saarland für die Zukunft?

Ich wünsche mir, dass Nachhaltigkeit nicht länger als Zusatzthema wahrgenommen wird, sondern alle (Tourismus-)Akteure Nachhaltigkeit als oberste Prämisse in ihrem täglichen Tun verankern, sich vernetzen und wir dadurch das Saarland als Tourismusdestination, aber auch als Lebensraum, stärken und resilienter für die Zukunft aufstellen.


Hast Du Tipps für Destinationen, die nachhaltig(er) werden wollen?

  • Nachhaltigkeit nicht als Zusatzaufgabe angehen, sondern als gemeinsame Vision und oberste Prämisse der touristischen Entwicklung definieren.

  • Legitimierung der Nachhaltigkeit als strategische Ausrich-tung der Tourismusentwicklung durch Politik und Stake-holder.

  • Entwicklung von Instrumenten um Tourismus in der Fläche zu verankern. Als Erfolgsmodell hat sich der Ansatz er-wiesen, (finanzielle ) Anreize, Wissenstransfer/Beratung und verbindliche Verpflichtung der Betriebe zur Umsetzung von Nachhaltigkeitsmaßnahmen z.B. in Form eines Förderpro-gramms, zu verknüpfen.

  • Nutzung und Bildung von starken Netzwerken, z.B. Exzellenzinitiative nachhaltige Reiseziele, Partnernetzwerk des nachhaltigen Reiseziels oder auch dem Nachhaltigkeits-rat, in welchem auch Akteure versammelt sind, die nicht pri-mär mit dem Tourismus befasst sind und so neue Impulse und Wissen einbringen können.

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© Oliver Kerner


Aktuelle Erfolge / Best Practices

Zertifizierung als erstes Bundesland überhaupt als nachhaltiges Reiseziel. Verankerung der Themen Nachhaltigkeit und Barrierefreiheit als Pflicht-Zugangskriterien zur touristischen Förderung im Rahmen des Sonderkonjunkturprogramms für das Gastgewerbe. Im Zuge des Sonderkonjunkturprogramms wurden über 50 Betriebe zur Nachhaltigkeit und 30 Betriebe zur Barrierefreiheit beraten und sensibilisiert.

Kontakt

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Trierer Straße 10

66111 Saarbrücken

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Sabrina Deutsch

Nachhaltigkeitsbeauftragte, Projektleitung Naturtourismus &

 Genuss Region Saarland

deutsch@tz-s.de

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