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Mecklenburg-Vorpommern Tourismus GmbH

Die Destination stellt sich vor

Mecklenburg-Vorpommern


Über Mecklenburg-Vorpommern

Mecklenburg‑Vorpommern ist ein Land der Freiräume, und genau das macht uns als Reiseziel so besonders. Unsere Küsten, Seen, Wälder und Moore, aber auch die lebendigen Orte und Kulturräume, sind nicht einfach „Angebot“, sondern Teil eines empfindlichen Gesamtsystems. Deshalb denken wir Tourismus nicht nur als Nutzung dieser Räume, sondern als Aufgabe, sie verantwortungsvoll zu entwickeln und zu bewahren. Wir wollen, dass Naturerlebnis und verantwortungsvolle Entwicklung zusammengehen, damit Mecklenburg‑Vorpommerns Freiräume auch langfristig erhalten bleiben und für Gäste wie Einheimische lebenswert sind.

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Was ist Deine Definition von Nachhaltigkeit?

© MV-T/Petermann

„Nachhaltigkeit bedeutet für mich, dass wir unser Handeln so ausrichten, dass es heute großartige Urlaubserlebnisse ermöglicht und morgen nicht auf Kosten anderer geht. Das bezieht sich auf die Natur genauso wie auf die Menschen, die hier leben und arbeiten, und auf die Betriebe, die von einem stabilen, verlässlichen Tourismus abhängig sind. Gleichzeitig ist mir wichtig, dass wir nicht bei „weniger Schaden“ stehen bleiben. Ein moderner Nachhaltigkeitsansatz darf aus meiner Sicht regenerativ werden, also nicht nur Belastungen reduzieren, sondern aktiv dazu beitragen, dass Natur- und Lebensräume stabiler, widerstandsfähiger und besser gemanagt werden. Regenerativ heißt für mich, dass Tourismus – richtig gesteuert – einen positiven Beitrag leisten kann, etwa indem er Schutz, Pflege, Besucherlenkung, Bildung und regionale Wertschöpfung so verbindet, dass am Ende das gesamte Ökosystem profitiert.“


Ulrike Bodieschek (Managerin für Qualität und Nachhaltigkeit, MV Tourismus GmbH)


Warum ist Mecklenburg-Vorpommern Nachhaltigkeit wichtig?

Nachhaltigkeit ist für Mecklenburg‑Vorpommern entscheidend, weil unsere touristische Stärke unmittelbar von funktionierenden Ökosystemen abhängt. Saubere Gewässer, gesunde Wälder, intakte Küstenräume, Artenvielfalt und die Qualität von Landschaft und Orten sind die Basis dafür, dass Menschen hier Erholung finden – und dass Einheimische sich in ihrem Zuhause wohlfühlen und sich mit ihrer Region verbunden fühlen. Wenn diese Grundlagen unter Druck geraten, spüren wir das nicht nur ökologisch, sondern auch wirtschaftlich und gesellschaftlich, etwa durch Konflikte in Hotspots, Belastungen für Infrastruktur und ein sinkendes Maß an Akzeptanz. Deshalb ist nachhaltiger, perspektivisch regenerativer Tourismus für mich nichts Abstraktes, sondern eine sehr konkrete Standortaufgabe: Naturqualität, Erlebnisqualität und Lebensqualität vor Ort so auszubalancieren, dass Mecklenburg‑Vorpommern dauerhaft lebenswert und als Reiseziel stark bleibt.

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Was sind Deiner Meinung nach die größten Herausforderungen im Zusammenhang mit Nachhaltigkeit in Mecklenburg-Vorpommern?

Wenn sich die Nutzung nicht gut verteilt, entstehen Belastungen, die sich auf Natur und Erlebnis gleichermaßen auswirken, und am Ende entsteht Unmut – bei Gästen und bei Einheimischen. Dazu kommt der Fachkräftemangel, der die tägliche Qualität in Betrieben und an Kontaktpunkten stark beeinflusst. Wenn Teams am Limit arbeiten, wird es schwer, zusätzlich noch neue Standards einzuführen oder Nachhaltigkeit im Alltag konsequent mitzudenken. Eine der größten Herausforderungen ist für mich die Mobilität, weil unser Land weit ist und viele Erlebnispunkte verstreut liegen. Es ist nicht einfach, überall mit klassischen ÖPNV‑Strukturen eine Alternative zum Auto zu bieten, und trotzdem wissen wir, dass gerade die An- und Abreise ein entscheidender Hebel für Klimaschutz ist.
Ein weiteres wichtiges Thema ist die Tourismusakzeptanz. Tourismus kann nur dann dauerhaft erfolgreich sein, wenn die Menschen vor Ort ihn als Bereicherung erleben und sich mitgenommen fühlen.

Aus meiner Sicht gelingt das am besten, wenn wir Nachhaltigkeit als gemeinsamen Prozess organisieren und dabei klar priorisieren. Am Ende entsteht echte Veränderung dann, wenn wir miteinander ins Tun kommen und Schritt für Schritt zeigen, dass Nachhaltigkeit nicht kompliziert sein muss, sondern Qualität und Zukunft sichert.


Wie kann man diese angehen?

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Warum beteiligt sich Mecklenburg-Vorpommern an der Exzellenzinitiative?

Wir beteiligen uns an der Exzellenzinitiative, weil Nachhaltigkeit ein komplexes Thema ist, bei dem wir voneinander lernen müssen. Es hilft enorm, wenn wir Erfahrungen aus anderen Destinationen nutzen können, die ähnliche Herausforderungen haben, und wenn wir nicht jedes Instrument und jeden Prozess allein entwickeln. Gleichzeitig bringen wir unsere eigenen Erfahrungen ein und stärken damit ein Netzwerk, das die Qualität und Wirksamkeit nachhaltiger Tourismusarbeit in Deutschland insgesamt voranbringt.


Was wünscht Du Dir für Mecklenburg-Vorpommern für die Zukunft?

Ich wünsche mir, dass wir die Zufriedenheit im Land weiter stärken und dass Tourismus als etwas erlebt wird, das dem Gemeinwohl dien. Ich wünsche mir außerdem, dass nachhaltige Mobilität Schritt für Schritt normaler und komfortabler wird, sodass die Entscheidung fürs Auto nicht mehr die einzige naheliegende Option ist. Und ich wünsche mir, dass wir es schaffen, unsere Naturräume so zu schützen und zu steuern, dass sie auch in zehn oder zwanzig Jahren noch das sind, wofür Mecklenburg‑Vorpommern steht: echte Freiräume, die man mit Respekt genießen kann. Und ich wünsche mir, dass wir als Branche und als Region mehr gemeinsam handeln, weil genau darin die Kraft liegt: Wenn Verwaltung, touristische Organisationen, Betriebe, Zivilgesellschaft, Verbände und Politik gemeinsam Verantwortung übernehmen, können wir Wirkung im gesamten Ökosystem erzielen – und nicht nur punktuell.


Hast Du Tipps für Destinationen, die nachhaltig(er) werden wollen?

Aus meiner Sicht hilft es zuerst, Nachhaltigkeit als Prozess zu verstehen, der sich nicht von heute auf morgen umsetzen lässt. Es geht darum, Schritt für Schritt besser zu werden, dranzubleiben und auch dann weiterzumachen, wenn Ergebnisse nicht sofort sichtbar sind. Dieser lange Atem ist wichtig, weil Veränderungen im Tourismus fast immer Abstimmung brauchen und Wirkung oft erst über Zeit entsteht.
Genauso entscheidend ist der Aufbau tragfähiger Netzwerke. Am besten startet man mit den Partnerinnen und Partnern, die wirklich wollen und bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Mit dieser „Kerngruppe“ lassen sich konkrete Maßnahmen umsetzen, Erfolge sichtbar machen und Vertrauen aufbauen – und genau das zieht später weitere Akteure nach.

Und schließlich lohnt es sich sehr, sich früh mit anderen Destinationen zu vernetzen. Viele Herausforderungen ähneln sich, und man spart Zeit und Umwege, wenn man voneinander lernt, offen teilt, was funktioniert hat und was nicht, und gemeinsam praxistaugliche Maßnahmen entwickelt.

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Aktuelle Erfolge / Best Practices

  • Auszeichnung beim Deutschen Tourismuspreis 2025: Unser digitaler „Qualitätslotse MV“ wurde beim Deutschen Tourismuspreis 2025 mit dem 3. Preis ausgezeichnet und unterstützt touristische Betriebe niedrigschwellig dabei, Qualität und Nachhaltigkeit im Alltag weiterzuentwickeln.

  • Strategischer Klimaschutz im MV‑Tourismus als klarer Fahrplan: Gemeinsam mit Partnern haben wir einen Maßnahmenplan für strategischen Klimaschutz erarbeitet, der auf einer tourismusspezifischen Treibhausgasbilanzierung aufbaut und die wichtigsten Handlungsoptionen in einem Sieben‑Punkte‑Plan bündelt.

  • Pilotdestination bei der Entwicklung bundesweiter Nachhaltigkeits‑KPIs: Mecklenburg‑Vorpommern war eine von sechs Pilotdestinationen, die das neue Kennzahlenset zur Nachhaltigkeit im Tourismus in der Praxis erprobt und damit die Grundlage für eine einheitliche Messbarkeit und Vergleichbarkeit im Deutschlandtourismus mitgestaltet hat.

  • #natürlichMitVerantwortung als Praxis‑Tool für Gäste- und Umweltkommunikation: Mit der Initiative #natürlichMitVerantwortung stellen wir Betrieben und Regionen eine Toolbox mit Kommunikationsmaterialien zur Verfügung, um Gäste (und auch Einheimische) zu naturverträglichem Verhalten zu motivieren und sensible Naturräume zu schützen.

Kontakt

Planung Reisen

Konrad-Zuse-Straße 2

18057 Rostock

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Harald Machur

 

Manager Qualität & Nachhaltigkeit

 

h.machur@auf-nach-mv.de

0381 4030620

Ulrike Bodieschek

 

Managerin Qualität & Nachhaltigkeit

u.bodieschek@auf-nach-mv.de

0381 4030670

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