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18.-20.09.2023 | Netzwerktreffen der Exzellenzinitiative Nachhaltige Reiseziele in Wernigerode


Wattenmeer bei Ebbe

In Zusammenarbeit mit der Wernigerode Tourismus GmbH fand vom 18. bis 20. September in Wernigerode das Netzwerktreffen der Exzellenzinitiative Nachhaltige Reiseziele statt. Von St. Peter-Ording bis zum Nördlichen Schwarzwald, von der Uckermark bis zur Deutschen Weinstraße, kamen über 20 Destinationen aus ganz Deutschland, die sich nachweislich auf den Weg zur Nachhaltigkeit gemacht haben, zum jährlichen Netzwerktreffen zusammen. „Nach dem letzten Netzwerktreffen auf Juist im vergangenen Jahr hatten wir angeboten, das diesjährige Treffen in Wernigerode auszutragen und wir haben nun drei wirklich produktive Tage mit einem intensiven Austausch zu Fachthemen hinter uns. Natürlich freue ich mich auch als „Cheftouristiker“, allen anderen Destinationen Wernigerode und Schierke zu zeigen. Der Austausch über gemeinsame Herausforderungen, Projekte und Best Practices im Bereich Klimaschutz motiviert und inspiriert uns alle“, so Andreas Meling, Geschäftsführer der Wernigerode Tourismus GmbH. Themenfokus: Gemeinsam ins Klimahandeln kommen Themenschwerpunkt des diesjährigen Treffens war die Frage, wie Destinationen bei der großen Herausforderung "Klimawandelbewältigung" ins Handeln kommen können, d.h. was es dafür strategisch für die Implementierung eines Klimaschutzmanagements braucht, und andererseits auch, wie es gelingen kann, die verschiedenen Anspruchsgruppen in der Destination für das Thema zu mobilisieren und an die Hand zu nehmen. Dazu fanden verschiedene Vorträge und Workshops mit lokalen Vertreter*innen, wie der Stadt Wernigerode und dem Harzer Tourismusverband, und externen Referent*innen von der Nachhaltigkeitsberatung reCET und der Agentur für Klimapsychologie ClimateMind statt.

Gruppenaustausch
Vorträge von lokalen Vertreter*innen und Austausch in kleineren Gruppen im Weltcafé-Format.

Mit der Messung von THG-Emissionen als ersten Schritt konnte an einen Pilotprozess zur THG-Bilanzierung nach der Bottom-Up Methode angeknüpft werden, bei dem sich Anfang des Jahres 10 Destinationen beteiligt hatten. Die Ergebnisse zeigten, dass die Belastbarkeit der Daten noch optimiert werden muss. Primärdaten können zukünftig die Datenverfügbarkeit und -qualität erheblich verbessern. Gleichzeitig wurde klar: Nach der Messung muss es weitergehen. Es braucht destinationsspezifische Klimaschutzpläne, die sich auf konkrete Umsetzungen konzentrieren.

Martin Balas von reCET präsentiert vor DMO-Vertreter*innen von Deutschland
Martin Balás, reCET, stellt "THG-Bilanzierung - und dann? Von der Datenerhebung zum Klimaschutzmanagement" vor.

Bei all den Bestrebungen wurde allerdings auch deutlich, dass die Destination die Klimawandelbewältigung nicht alleine lösen kann. Erfolgreicher Klimaschutz braucht Vernetzung, Mobilisierung und eine kooperative Herangehensweise. Um dafür Handlungsempfehlungen abzuleiten, wird nach der Veranstaltung im Oktober ein weiterer Austausch mit der Agentur ClimateMind stattfinden.

Präsentation von Fabian Hirt von ClimateMind vor DMO-Vertreter*innen von Deutschland
Fabian Hirt, Berater, Trainer und Co-Geschäftsführer von ClimateMind, über die Mobilisierung zentraler Akteur*innen für klimafreundlichen Tourismus durch Klimakommunikation

Die Bewältigung des Klimawandels ist eine große Aufgabe, aber unsere Partner-Destinationen haben sich auf den Weg gemacht. Als Exzellenzinitiative Nachhaltige Reiseziele können wir begleitend Hilfestellungen leisten, Pilotprojekte anbahnen, Austauschformate schaffen und damit die klimafreundliche Entwicklung des Tourismus in Deutschland gemeinsam forcieren,“ sagt Cilia Mayer, Koordinatorin der Exzellenzinitiative Nachhaltige Reiseziele, zur Rolle des Netzwerks. Nachhaltige Tourismusentwicklung in Sachsen-Anhalt und Wernigerode Neben inhaltlichen Impulsen sollte die Veranstaltung auch dazu dienen, Einblicke in nachhaltige Praxisbeispiele vor Ort in Wernigerode und im Harz zu erhalten. Die Teilnehmenden lernten so den nachhaltigen Partnerbetrieb Bürger- und Miniaturenpark Wernigerode sowie die Tourist-Informationen Wernigerode und Schierke kennen. Bei einem Ausflug mit Ranger-Führung auf dem Brocken wurde sehr deutlich, dass der Klimawandel über das starke Waldsterben seine Spuren in der Region hinterlässt.

Die Partner der Exzellenzinitiative Nachhaltige Reiseziele auf einer Ranger Führung auf dem Brocken im Harz.
Eine gemeinsame Ranger-Führung auf dem Brocken rundete das Rahmenprogramm ab

Daher geht der Weg in Richtung Nachhaltigkeit auch weiter: Auf Landesebene hat man sich im Masterplan Tourismus 2027 vorgenommen, weitere Destinationen durch TourCert als Nachhaltiges Reiseziel zertifizieren zu lassen. U.a. nahm die Landeshauptstadt Magdeburg am Treffen teil, um sich erste Anregungen zu holen und weitere Arbeitsschritte abzustimmen. „Wernigerode ist die Blaupause für eine erfolgreiche nachhaltige touristische Entwicklung. Das Programm hat mich erstmals intensiv mit den notwendigen Themen in Berührung gebracht. Ich war begeistert von der Gastfreundschaft und Willkommenskultur“, so Hardy Puls, Geschäftsführer der Magdeburg Marketing Kongress und Tourismus GmbH. Auch Marina Vetter, Geschäftsführerin der Goslar Marketing GmbH, war auf der Tagung und bekannte, dass sie mit einem großen Stück „Regionalstolz“ teilgenommen habe. „Über Vieles reden wir auch in Goslar, aber Wernigerode hat es einfach gemacht. Das war inspirierend, auch für unsere eigenen Nachhaltigkeitsaktivitäten.“ „Nachhaltiger Tourismus ist einer der Megatrends der nächsten Jahre. Wir sind damit auf dem richtigen Weg uns auch weiter im Markt zu positionieren“ blickt Andreas Meling abschließend nach vorn.

Gruppenbild der Partner des Exzellenzinitiative vor dem Fachwerk-Rathaus von Wernigerode
Gemeinsames Gruppenbild vor dem Rathaus in Wernigerode
 

Quelle: Exzellenzinitiative Nachhaltige Reiseziele

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